Diese Kirche ist eine Filiale der Pfarrkirche von Griesstätt und untersteht der dortigen Kirchenverwaltung. Der „Förderverein Kirche Berg“ kümmert sich um die Renovierung und Instandhaltung dieser Kirche.
Erstmals wurde der Bau etwa um 1447 genannt.
Der Legende nach soll es die frühere Pfarrkirche von Griesstätt gewesen sein.
Das Patrozinium des Ritterheiligen St. Georg (Fest 23. April) ist typisch für Burgkapellen, sodass vielleicht ein Zusammenhang mit der nahen, wohl schon im 15. Jahrhundert abgegangenen Burg Geiereck besteht.
Die Kirche liegt, vom Westwind geschützt, an einem nach Osten geneigten Hang von Berg, einem kleinen Dorf mit ursprünglich 6 bäuerlichen Anwesen, das heute nur noch 2 Bauernhöfe und einige Privathäuser umfasst. Die Kirche selbst liegt inmitten eines Privatgrundstücks und besitzt keinen öffentlichen Zugangsweg.
Der Turm mit der Zwiebelkuppel und der Läutstube im Erdgeschoß (Zugang von außen) hat keine Treppe. Der Zugang zum Turm ist nur über eine Luke von der Empore aus möglich.
In den Jahren 2007 – 2010 wurde die Kirche einschließlich des Turmes von Grund auf saniert.
Am 25.04.2010 hat Weihbischof Wolfgang Bischof die Kirche wieder ihrer Bestimmung übergeben. In einer eindrucksvollen Feier auf dem Kirchenvorplatz begann damit ein Neustart des kirchlichen Lebens von Berg.
Der Hochaltar, ein Kolonadenaltar, mit dem Hl. Georg in der Mitte, flankiert von den Heiligen Sebastian und Florian, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Auf den Durchgangsbögen stehen die Hll. Katharina und Barbara.
Das Zentrum des linken Seitenaltars bildet nochmals der Hl. Sebastian. An den Seiten stehen die Wetterheiligen Johannes und Paulus, während das ovale Auszugsbild den Hl. Josef zeigt.
In der Mittelnische des rechten Seitenaltares steht der Hl. Erasmus, seitlich davon der Hl. Nikolaus und der Hl. Rupertus (ohne Attribut). Im Auszug befindet sich ein Gemälde des Hl. Christophorus.
Das Gestühl ist neugotisch und stammt aus der Kirche von Griesstätt.
Das Speisgitter mit den barocken Balustern gehört in das 18. Jahrhundert.
Die gotische Eichenbohlentüre in die Sakristei reicht wohl noch in die Erbauungszeit der Kirche im 15. Jahrhundert zurück. Bemerkenswert sind die geschmiedeten Beschläge, die lilienförmig enden, die vom Anstrich mit Ochsenblut bestimmte Farbe, das wuchtige Schloß mit Holzriegelkorb und geschmiedetem Schlüssel sowie der Türklopfer.
Text: Ferdinand Steffan, Foto: Ulla Albersinger