Pfarrverband Am Tachinger See

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Pfarrversammlung
In den Pfarrversammlungen: Dekan Pfarrer Konrad Roider und Verwaltungsleiterin Renate Schwankner

Zukunftsweisende Entscheidungen in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Am Tachinger See

Gründung Pfarrverband zum 01.01.2022

Taching/Tengling/Tettenhausen/Törring. Viele Neuigkeiten haben die Besucher in den vier Pfarrversammlungen in der Pfarrei Maria Himmelfahrt Am Tachinger See erfahren. Unter anderem ging es um die künftige Ausrichtung der Pfarrei, Bauangelegenheiten, das Personal und die anstehende Pfarrgemeinderatswahl.
Zu Beginn der Versammlungen stellte sich das Seelsorgeteam mit seinen Aufgaben kurz vor. Neben Pfarrer Konrad Roider wird die Pfarrei von den Gemeindereferentinnen Monika Kraus und Ursula Kirchhofer mitbetreut. Die Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Walter Laakmann und Diakon Anton Lörzel ergänzen das Team. Das Seelsorgeteam wird seit 1. September von Pfarrvikar Arkadiusz Kolecki verstärkt. Mit Pfarrvikar Kolecki ist Anfang Mai wieder ein Geistlicher in den Tettenhausener Pfarrhof eingezogen.
Voraussichtlich für ein Jahr, so Dekan Roider, wird er die Stadtkirche Traunstein und die Pfarrei Übersee administrativ mit betreuen. Neben Pfarrer Roider gibt es derzeit in Traunstein vier Priester zur Feier der Gottesdienste. Aber auch er werde gelegentlich Termine und Gottesdienste in Traunstein und Übersee übernehmen müssen. Um auch in Traunstein vor Ort zu sein, ist der Tachinger Ortsgeistliche mittwochs im Büro in Traunstein anzutreffen. Auch werden die Termine, denen er als Dekan nachgehen muss, mehr werden. „Meine Pfarrei ist und bleibt die Pfarrei Am Tachinger See“, betonte Roider abschließend.
Aufgrund des absehbaren Personalmangels an Seelsorgern erstellte das erzbischöfliche Ordinariat den „Strukturplan 2030“. Dieser sieht vor, dass ein Pfarrer in Zukunft zwei Pfarrverbände betreuen muss.
Seit mittlerweile knapp zweieinhalb Jahren ist Renate Schwankner als Verwaltungsleiterin in der Pfarrei. Die Stellen der Verwaltungsleiter wurden zur Entlastung der Pfarrerverbandsleiter geschaffen. Während sich Dekan Roider um die pastoralen Angelegenheiten kümmert, ist Frau Schwankner für die Verwaltung zuständig. Sie arbeitet mit der Kirchenverwaltung zusammen und unterstützt diese und trägt die Verantwortung, dass Personal-, Verwaltungs- und Finanzaufgaben sachgerecht erledigt und umgesetzt werden.
Zwölf Angestellte, die in der Woche 103,3 Stunden arbeiten, sind derzeit in der Pfarrei angestellt. Ein großes Lob sprach Frau Schwankner den ehrenamtlichen Mesnern aus, die sehr viele Stunden leisten.
Kirchenpfleger Andreas Kraller berichtete über die aktuellen Baustellen in der Pfarrei.
Herr Dekan Pfarrer Konrad Roider gab einen Überblick über die Pfarrei. Der Pfarrei gehören aktuell 3045 Katholiken an. Insgesamt umfasst die Pfarrei neun Kirchen und vier Pfarrhöfe. Im Rückblick auf die Pfarrei erinnerte Roider an die Pfarrei-Gründung 2007. Damals wurde ad experimentum das Pilotprojekt „Pfarrei Maria Himmelfahrt Am Tachinger See“ gestartet. Aus den vier eigenständigen Pfarreien St. Peter und Paul Taching, St. Laurentius Tengling, St. Vitus Törring und er Pfarrkuratie St. Florian Tettenhausen wurde damals eine Pfarrei. Um nachjustieren zu können, sollte eigentlich fünf Jahre nach Gründung eine Überprüfung des Pilotprojektes stattfinden. Wohl aufgrund dessen, dass das Ordinariat neue Modelle für Pfarrverbände zielführender hielt, denn es wurden nur drei Pfarrverbände im Erzbistum zu Pfarreien zusammengelegt, fand diese Überprüfung nicht statt.
Zum 1. Januar 2020 wurde nun auch in der Pfarrei ein sogenannter Verwaltungs- und Haushaltsverbund gegründet. Da die vier bestehenden Kirchenstiftungen, wie ursprünglich angedacht, 2007 nicht aufgelöst wurden, befindet man sich derzeit in einem Zwischenstadium. Es stehen vier Stiftungen einer Pfarrei gegenüber. Vom Ordinariat wurden die kirchlichen Gremien in der Pfarrei angehalten, für klare Verhältnisse zu sorgen. Die pastorale Seite und die Seite der Verwaltung müssen zusammenpassen, so die Ansage. In der Kirchenverwaltung ist man zwischenzeitlich von dem Gedanken, die vier Kirchenstiftungen zu vereinen abgerückt. Um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, wird aus der Pfarrei Am Tachinger See ab 1. Januar 2022 der Pfarrverband Am Tachinger See. Pfarrer Konrad Roider erläuterte die Gründe. Bei einer Pfarrei wird man in Zukunft nur noch eine Pfarrkirche, ein Pfarrheim und einen Pfarrhof haben können. Bei vier Pfarreien konsequenterweise vier Pfarrkirchen, vier Pfarrheime und vier Pfarrhöfe. Da die finanziellen Zuwendungen des Ordinariats in der Regel pro Stiftung erfolgen, spricht auch dieser Aspekt für das Beibehalten der einzelnen Stiftungen. Weitere Gründe sind die Eigenständigkeit der einzelnen Orte. So findet in allen vier Orten Kirche vor Ort statt, wie zum Beispiel die Seniorennachmittage. Und auch die Zugehörigkeit des künftigen Pfarrverbandes zu vier politischen Gemeinden spricht für sich.  Bis auf den neuen Namen Pfarrverband Am Tachinger See wird sich für die Gläubigen nichts ändern.
Rechtliches zu den Friedhöfen hatte Verwaltungsleiterin Renate Schwankner noch im Gepäck. Die jährliche Überprüfung der Grabsteine auf Standsicherheit darf nicht mehr wie bisher von den Mitgliedern der Kirchenverwaltung durchgeführt werden, sondern von einer Fachfirma. Sollte an einem Grabmal ein Mangel festgestellt werden, so werden die Eigentümer mit einem Brief aus dem Pfarrbüro benachrichtigt.
Im Anschluss ergriff die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hilde Pfaffinger das Wort und rückte die anstehende Pfarrgemeinderatswahl in den Blick der Besucher.
Pfaffinger, die selbst vor 20 Jahren zum ersten Mal für den PGR kandidierte, wusste damals selbst nicht genau, worauf sie sich einließ. Mittlerweile weiß sie, dass der PGR maßgeblich zu einer lebendigen Pfarrei beiträgt. Auch wenn es coronabedingt momentan ruhiger ist, konnte man heuer erstmalig einen vom Pfarrgemeinderat organisierten Gottesdienst für Ehejubilare feiern. Tatkräftig unterstützte der Rat auch das Organisatorische zum 50-jährigen Weihe-Jubiläum der neuen Tachinger Kirche, zu der auch Kardinal Marx gekommen war. Auch das 500-jährige Weihejubiläum, das vor ein paar Jahren in Törring gefeiert werden konnte, organisierte der PGR tatkräftig mit. Der Pfarrgemeinderat unterstützt die Seniorennachmittage, hilft bei der Erstkommunion und Firmung und organisiert hoffentlich bald wieder Frühschoppen, Pfarrfrühstück und ein Pfarrfest. In den Pfarrgemeinderatssitzungen bringt der Rat stellvertretend für die Mitglieder der Pfarrgemeinde deren Anliegen direkt bei den Seelsorgern und Hauptamtlichen der Pfarrei vor.
Nachdem die Pfarrgemeinderatsvorsitzende ein paar Tätigkeiten aus dem PGR vorstellte, blickte sie auf die anstehende PGR-Wahl im März. Das Motto der Wahl lautet diesmal: „Christ sein. Weit denken. Mutig handeln.“ Im Unterschied zu den letzten PGR-Wahlen wählt dieses Mal jeder Ort seinen eigenen Pfarrgemeinderat. Aus den Gewählten wird dann ein Pfarrverbandsrat gegründet. Hilde Pfaffinger ermutigte die Anwesenden, sich selbst einzubringen und Mitmenschen zu einer Kandidatur zu ermutigen.
Zum Abschluss der Pfarrversammlungen 2021 bedankte sich Dekan Pfarrer Konrad Roider bei Verwaltungsleiterin Renate Schwankner, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hilde Pfaffinger, bei Kirchenpfleger Andreas Kraller und allen Ehrenamtlichen für das gute und herzliche Miteinander in der Pfarrei. ak